Museum der Natur und Umwelt Cottbus


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zum Teil 2: Geschichte des Aufschlusses


Die Eem-Grabung in Klinge (1/2/3)

Bei Klinge, 12 km östlich von Cottbus, führt das Museum der Natur und Umwelt Cottbus seit 1985 eine geologisch-paläontologische Ausgrabung in eem-warmzeitlichen Seeablagerungen des Pleistozäns durch.

Der Aufschluss befindet sich zwischen einer ehemaligen Tongrube und der Südrandböschung des Tagebaus Jänschwalde. In einem 2-3 m hohen, 2 m breiten und 12 m langen Schnitt ist die Schichtenfolge eines eem-warmzeitlichen bis frühweichsel-kaltzeitlichen Sees in bilderbuchhafter Weise aufgeschlossen.


Die Eem-Warmzeit begann vor 128.000 Jahren
und endete vor 113.000 Jahren.


Während die Klinger Torfe fast an der Erdoberfläche liegen,
steht die Braunkohle im 2. Niederlausitzer Flöz etwa 40 m tiefer an.

Die Grabung dient einerseits der Gewinnung von fossilen Tier- und Pflanzenresten für die Ausstellung des Museums, andererseits einer modernen geologischen Bearbeitung des wichtigen Aufschlusses, der als einziger Eem-Aufschluß im Land Brandenburg wegen der Stabilität seiner Schichten über längere Zeit für die Öffentlichkeit erhalten werden kann. Die ersten wichtigen Funde liegen bereits vor: Flügeldecken von Käfern, Schalen von Muschelkrebsen, Panzerplatten der Sumpfschildkröte, Skelette von Fischen, Holzstücke mit Biberschnitt und unendlich viele Pflanzenreste. Da um die Jahrhundertwende zeitweise häufig Säugetierskelette gefunden wurden, die aber wegen unvollkommener Konservierungsmethoden gar nicht geborgen werden konnten, besteht große Hoffnung, dass auch Säugetierreste gefunden werden

Kiefer (Pinus silvestris)
Eibe
Linde
 Hainbuche
 Ahorn

Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) aus dem Unteren Torf (Eem-Warmzeit) von Klinge

weiter mit Teil 2...


 

 

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